Neue Wohnbaugrundstücke für Oppershofen: Gemeinde bringt fünften Bauabschnitt auf den Weg
In Oppershofen sollen in den kommenden Jahren rund 30 neue Baugrundstücke entstehen. Die Gemeindevertretung hat die Entwicklung des fünften Bauabschnitts des Baugebietes „In der Teufelsküche“ beschlossen und damit den Weg für die weiteren Planungen freigemacht.
Seit mehreren Jahren verfügt die Gemeinde Rockenberg über keine eigenen
Wohnbaugrundstücke mehr. Die letzten verfügbaren Grundstücke in den Baugebieten „Rödenweg“ in Rockenberg und „In der Teufelsküche“ in Oppershofen wurden bereits 2020 weitgehend verkauft. Gleichzeitig gibt es weiterhin Interesse an Baugrundstücken. Der Gemeinde liegen entsprechende schriftliche Interessenbekundungen vor.
Mit dem fünften Bauabschnitt soll deshalb neuer Wohnraum geschaffen werden. „Wir müssen heute die Entscheidungen treffen, damit auch in einigen Jahren wieder Wohnbaugrundstücke in unserer Gemeinde zur Verfügung stehen können. Gerade jungen Familien, die hierbleiben oder ihren Lebensmittelpunkt bei uns aufbauen möchten, wollen wir eine Perspektive bieten“, erklärt Bürgermeisterin Olga Schneider.
Nicht jede Fläche kommt für eine Bebauung infrage
Die Gemeinde hat nur begrenzte Möglichkeiten, neue Wohnbauflächen auszuweisen. Rund um Rockenberg und Oppershofen gibt es schützenswerte Natur- und Landschaftsräume, die bei jeder weiteren Entwicklung berücksichtigt werden müssen. Auch eine Hochspannungsleitung, Naturschutzbereiche und wichtige Frischluftbereiche schränken die Möglichkeiten ein.
Der fünfte Bauabschnitt „In der Teufelsküche“ bietet deshalb eine besondere Chance: Die Fläche grenzt direkt an die bestehende Bebauung an und ist bereits im Regionalen Flächennutzungsplan als mögliche Wohnbaufläche vorgesehen. Mit ihrer Entwicklung würde das bestehende Baugebiet sinnvoll ergänzt und zugleich die Wohnbauentwicklung an dieser Stelle in Oppershofen abgeschlossen.
„Wir können unsere Ortsteile nicht beliebig erweitern. Deshalb wollen wir vorhandene Möglichkeiten sinnvoll nutzen und dabei Natur, Infrastruktur und die Besonderheiten unserer Umgebung berücksichtigen“, sagt Schneider. „Mit dem fünften Bauabschnitt schaffen wir die Voraussetzung für neue Baugrundstücke und gehen gleichzeitig verantwortungsvoll mit den Flächen um, die uns zur Verfügung stehen.“
Noch einige Schritte bis zum ersten Spatenstich
Bis die neuen Grundstücke tatsächlich verkauft und bebaut werden können, dauert es allerdings noch einige Zeit. Die Gemeinde arbeitet für die weitere Entwicklung mit der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zusammen. Zunächst stehen unter anderem weitere Untersuchungen, die Grundstücksneuordnung und die Planung der notwendigen Straßen und Leitungen an.
Eine Besonderheit des Gebietes ist zudem seine Geschichte: Dort befinden sich Überreste einer römischen Villa rustica, eines ehemaligen römischen Landguts. Deshalb müssen vor und während der weiteren Entwicklung archäologische Untersuchungen durchgeführt werden. Die Gemeinde berücksichtigt diese Arbeiten bereits bei der Planung und wird sie mit den zuständigen Fachstellen abstimmen.
Nach aktuellem Stand können die neuen Baugrundstücke frühestens ab 2029 vermarktet werden. „Ein neues Baugebiet entsteht nicht von heute auf morgen. Umso wichtiger ist es, jetzt die notwendigen Schritte einzuleiten“, betont Schneider. „Unser Ziel ist kein Wachstum um jeden Preis. Wir möchten Rockenberg und Oppershofen maßvoll und bedarfsgerecht weiterentwickeln und dabei auch unsere natürlichen und historischen Besonderheiten berücksichtigen.“
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