Gemeindevertretung beschließt: Infrastrukturmittel von rund 1,3 Millionen Euro sollen vollständig für Apothekenprojekt eingesetzt werden

Die Gemeinde Rockenberg will das für sie vorgesehene Kontingent aus dem Infrastruktursondervermögen des Landes Hessen vollständig für den geplanten Ankauf der Apotheke einsetzen. Die Gemeindevertretung hat mehrheitlich beschlossen, die rund 1,3 Millionen Euro bei der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) entsprechend anzumelden.

Insgesamt stehen Rockenberg im Rahmen der Infrastrukturförderung 1.299.325 Euro zur Verfügung. Die Mittel sind für kommunale Infrastrukturinvestitionen vorgesehen. Statt sie über mehrere Jahre auf verschiedene Projekte zu verteilen, soll das gesamte Kontingent nun in den Ankauf der Apotheke fließen.

Hintergrund ist die Bedeutung der Apotheke für die medizinische Versorgung und die Infrastruktur in der Gemeinde. Mit dem Ankauf möchte die Gemeinde dazu beitragen, diese wichtige Einrichtung langfristig in Rockenberg zu sichern. Gleichzeitig ermöglicht die Förderung eine solche Investition, ohne den ohnehin angespannten Gemeindehaushalt zusätzlich zu belasten.

Hintergrund ist die Bedeutung der Apotheke für die medizinische und pharmazeutische Versorgung in Rockenberg. Bei dem geplanten Projekt handelt es sich um eine gemeindeeigene Apotheke. Die Gemeinde betreibt sie jedoch nicht selbst. Die Apothekenlizenz wird an eine selbstständige Apothekerin verpachtet, die den Betrieb eigenverantwortlich führt.

Im neuen Gesundheitshaus erwirbt die Gemeinde die Räumlichkeiten der Apotheke sowie das Inventar. Wichtig dabei: Die Mittel sind kein Zuschuss an einen privaten Wirtschaftsbetrieb. Die Immobilie bleibt dauerhaft im Eigentum der Gemeinde und stellt damit einen kommunalen Vermögenswert dar. Gleichzeitig entstehen durch die vertragliche Nutzung entsprechende Einnahmen für die Gemeinde.

Mit dem Ankauf soll der Apothekenstandort langfristig gesichert und damit ein wichtiger Bestandteil der örtlichen Daseinsvorsorge erhalten werden. Gleichzeitig ermöglicht die Förderung eine solche Investition, ohne den ohnehin angespannten Gemeindehaushalt zusätzlich zu belasten.

In der Gemeindevertretung wurde auch darüber beraten, einen Teil der Mittel für andere Infrastrukturmaßnahmen, beispielsweise im Bereichen Jugend und Soziales, zu verwenden. Dieser Vorschlag fand jedoch keine Mehrheit. Die Mehrheit sprach sich dafür aus, das gesamte Kontingent für das Apothekenprojekt einzusetzen.

„Die Apotheke ist ein wichtiger Bestandteil der Versorgung in unserer Gemeinde. Gerade deshalb ist es eine große Chance, dass wir die Möglichkeit haben, für dieses Infrastrukturprojekt auf die Mittel aus dem Infrastruktursondervermögen zurückzugreifen“, erklärt Bürgermeisterin Olga Schneider. „Damit können wir in eine wichtige Infrastruktur für Rockenberg investieren, ohne unseren ohnehin angespannten Haushalt zusätzlich zu belasten. Persönlich hätte ich es ebenfalls begrüßt, wenn ein kleiner Teil der Mittel für weitere wichtige Projekte, insbesondere für Jugend und Soziales, zur Verfügung gestanden hätte. Die Gemeindevertretung hat sich jedoch mehrheitlich für die vollständige Verwendung der Mittel für die Apotheke entschieden. Diesen Beschluss werden wir nun entsprechend umsetzen.“

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Veröffentlichung

Rockenberg
Do, 24. September 2026

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