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Gemeinde Rockenberg und MiEG planen neuen Solarpark auf ehemaliger Deponie

Die Gemeinde Rockenberg treibt die lokale Energiewende weiter voran. Auf der Fläche einer ehemaligen Deponie soll in Zusammenarbeit mit der Mittelhessischen Energiegenossenschaft eG (MiEG) eine neue Photovoltaik-Freiflächenanlage entstehen. Ein entsprechender Pachtvertrag zwischen der Gemeinde, vertreten durch Bürgermeisterin Olga Schneider, und der MiEG regelt nun die partnerschaftliche Umsetzung des Projekts.

 

Auf dem rund 4,89 Hektar großen kommunalen Grundstück im Bereich „Auf der Schanze“ (Flur 7, Flurstück 50) wird die Anlage nach ihrer Fertigstellung vollständig in das öffentliche Netz einspeisen. Eine bevorzugte regionale Nutzung der gewonnenen Energie wird dabei angestrebt.

 

Zahlen und Fakten zum geplanten Solarpark:

  • Leistung und Ertrag: Die geplante Anlagenleistung beläuft sich auf ca. 3,919 Megawatt Peak (MWp). Mit über 6.500 Solarmodulen wird ein Jahresertrag von rund 3,8 Millionen Kilowattstunden (kWh) prognostiziert.

     

  • Klimaschutz: Durch die Erzeugung des Ökostroms können jährlich fast 1,45 Millionen Kilogramm CO eingespart werden.

     

  • Technische Erweiterungen: Neben der reinen Stromerzeugung ist die ergänzende Errichtung eines Batteriespeichers im Co-Location-Betrieb zulässig.

     

  • Ökologische Flächennutzung: Die Pflege der Grünflächen auf dem Gelände soll nach Möglichkeit extensiv durch Beweidung, insbesondere durch Schafe, erfolgen, sofern dies mit den geltenden Deponieauflagen vereinbar ist.

     

Bürgerbeteiligung und kommunaler Mehrwert Ein zentrales Anliegen der Kooperation ist die direkte Einbindung der Region. Für das Projekt wird eine umfassende Bürgerbeteiligung in Form von Nachrangdarlehen und Genossenschaftsanteilen angeboten. Bürgerinnen und Bürger aus Rockenberg werden bei der Vergabe dieser Beteiligungen bevorzugt behandelt. Umfassende Informationsveranstaltungen hierzu wird die MiEG in enger Abstimmung mit der Gemeinde Rockenberg organisieren.

 

Für die Gemeinde Rockenberg selbst entsteht aus dem Projekt kein finanzielles Risiko, da sämtliche wirtschaftlichen, technischen und betrieblichen Risiken vollumfänglich von der Pächterin, der MiEG, getragen werden. Im Gegenzug profitiert die Kommune von gesicherten Einnahmen: Neben einem jährlichen Pachtzins in Höhe von 4.500 Euro pro Hektar erhält die Gemeinde eine zusätzliche Vergütung von 0,2 Cent für jede erzeugte Kilowattstunde Strom.

 

Ausblick und Zeitplan Der Vertrag hat eine feste Laufzeit von 25 Jahren ab der Inbetriebnahme, mit einer Option auf Verlängerung um weitere fünf Jahre. Der genaue Zeitplan für die Umsetzung wird nun zeitnah mit der Gemeinde abgestimmt. Für die anstehende Detail- und Genehmigungsplanung werden zunächst 6 bis 18 Monate veranschlagt. Der Bau und die Inbetriebnahme der Anlage sollen im Anschluss innerhalb von 4 bis 8 Monaten erfolgen. Die finale Errichtung steht unter dem Vorbehalt, dass alle erforderlichen Genehmigungen erteilt werden.

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Rockenberg
Sa, 18. Juli 2026

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