Die Gemeinde Rockenberg hat beschlossen, der Gemeinschaftskasse Wetterau beizutreten. Mit diesem Schritt stärkt die Gemeinde ihre Verwaltung, macht sie effizienter und zukunftssicher und setzt auf die Vorteile interkommunaler Zusammenarbeit.
Bürgermeisterin Olga Schneider traf sich dazu mit dem Vorsitzenden der Verbandsversammlung, Wölfersheims Bürgermeister Eike See, dem Haupt- und Finanzausschussvorsitzenden Stefan Bodem sowie dem Leiter der Gemeinschaftskasse, Mario Kröck, um die Umsetzung zu besprechen.
Die Gemeinschaftskasse Wetterau ist ein Zusammenschluss mehrerer Kommunen im Wetteraukreis, der Kassengeschäfte und Personalabrechnung zentral organisiert. Sie ist zuständig für rund 45.000 Bürgerinnen und Bürger und verwaltet die Gehaltszahlungen von etwa 1.000 Mitarbeitenden.
Ziel ist es, Fachwissen zu bündeln, Abläufe zu standardisieren und eine hohe Qualität sowie Rechtssicherheit in der Finanzverwaltung zu gewährleisten. Besonders für kleinere Kommunen wird es immer schwieriger, die steigenden Anforderungen im Kassen- und Abrechnungswesen mit eigenem Personal dauerhaft abzudecken. Die Gemeinschaftskasse bietet hier eine professionelle Lösung, indem sie erfahrene Fachkräfte vorhält und Ausfälle durch Urlaub oder Krankheit problemlos auffangen kann.
Bürgermeisterin Olga Schneider machte deutlich, dass der Beitritt zur Gemeinschaftskasse eine bewusste Entscheidung für mehr Zusammenarbeit und Austausch ist. Die Finanzverwaltung in Rockenberg habe über viele Jahre hinweg sehr gute und zuverlässige Arbeit geleistet. Dieses Engagement insbesondere auch der Mitarbeitenden vor Ort bilde eine starke Basis.
Gleichzeitig stehe die Verwaltung, wie viele andere Kommunen auch, vor Veränderungen, da in den kommenden Jahren Mitarbeitende in den Ruhestand gehen. Um darauf gut vorbereitet zu sein und die Aufgaben weiterhin sicher und professionell zu erfüllen, sei es sinnvoll, sich frühzeitig handlungssicher gut aufzustellen und zusätzliche Unterstützung einzubinden. Davon profitierten letztlich sowohl die Mitarbeitenden als auch die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Rockenberg.
Für Rockenberg bedeutet der Beitritt vor allem eine Entlastung der eigenen Verwaltung. Aufgaben, die bislang intern erledigt wurden, werden künftig zentral übernommen, wodurch die Mitarbeitenden vor Ort mehr Freiraum für andere kommunale Aufgaben haben. Gleichzeitig profitiert die Gemeinde von erprobten Strukturen, modernen IT-Lösungen und hoher Rechtssicherheit bei sensiblen Finanzvorgängen. Auch wirtschaftlich ist die Zusammenarbeit attraktiv, da Synergieeffekte Kosten senken und Doppelstrukturen vermeiden.
Kassenleiter Mario Kröck ergänzt, dass die Gemeinschaftskasse gut vorbereitet sei, die zusätzlichen Aufgaben für Rockenberg zu übernehmen. Durch klare Abläufe, erfahrenes Personal und enge Abstimmung mit der Gemeinde sei ein reibungsloser Ablauf aller Kassengeschäfte gewährleistet.
Bürgermeister Eike See unterstreicht: „Der Beitritt Rockenbergs zeigt, dass interkommunale Zusammenarbeit im Wetteraukreis funktioniert und weiter an Bedeutung gewinnt. Gemeinsam können wir auf kommunaler Ebene effizient und nachhaltig arbeiten.“
Mit der Mitgliedschaft in der Gemeinschaftskasse setzt Rockenberg auf Zusammenarbeit, Entlastung der Verwaltung und stabile, professionelle Finanzprozesse – ein Schritt, der langfristig allen Beteiligten zugutekommt.